Der Rauchfangkehrer

Antonio Salieri
Leopold Auenbrugger

Singspiel in drei Aufzügen

„Wiederuraufführung" nach 230 Jahren durch Christian M. Müller

14./15./16. 11. 2011, Grosser Minoritensaal, Graz

Musikalische Leitung: Georg Smola
Regie: Christian M. Müller
Musikalische Assistenz, Korrepetition: Bernhard Bayer
Dramaturgie: Jula Zangger

Besetzung:
Volpino: Ulrich Braunegg
Lisel: Anna Krasser
Frau von Habicht: Jasmin Reda
Fräulein Nanette: Antonia Zangger
Herr von Wolf: Robert Bartneck
Herr von Bär: Tomaz Kovacic
Tomaso: Stefan Gassner
Johann: Rupert Lehofer

Orchester Musica Coeli:
Violine 1: Aliona Kalechyts (KM), Orlando Fellows, Katya Zabrodotskaya
Violine 2: Daniil Loban, Tristan Jeffrey, Magdalena Lach
Viola: Anca Nan, Nicole Kapolas • Violoncello: Manuel Rieder • Kontrabass: Vitaliy Lutsyk
Flöte: Irene Mahlknecht, Petra Slottova • Oboe: Dmitry Aristov, Sabrina Csrnko
Fagott: Anna Toeplitz, Chou Ching-Chie • Horn: Maté Strzalka, Daniel Palkovi
Trompete: Markus Bauer, Christian Mörth • Pauke: Michael Drenik
Cembalo: Valentina Longo

Statisten: Darius Hosseini, Markus Hauszer

Kostüme: Anna Krasser
Bühnenbau: Hannes Reiter
Lichttechnik: Julian Karacsonyi
Maske: Nadja Schwab

Der Rauchfangkehrer

Der Rauchfangkehrer oder Die unentbehrlichen Verräter ihrer Herrschaften aus Eigennutz ist ein musikalisches

Lustspiel in drei Akten von Antonio Salieri aus dem Jahre 1781. Der Text stammt von dem Arzt

Leopold Auenbrugger, dessen Töchter Marianne und Franziska Schülerinnen Salieris waren.

Das Singspiel wurde am 30. April 1781 im Burgtheater in Wien uraufgeführt. Es erschien auch unter dem

Titel Die bestraften Spröden oder Der listige Kaminfeger auf der Bühne.

Es ist beachtlich, wie souverän der aus Italien stammende Komponist mit der deutschen Sprache umzugehen

vermochte. Einer Anekdote zufolge soll ihm die Vertonung des Librettos als "Sprachübung" von

Kaiser Joseph II. persönlich aufgetragen worden sein. Die reizvoll instrumentierte Partitur überrascht mit

einer Vielzahl verschiedenster musikalischer Formen, vom einfachen Lied bis hin zum (parodierten) Melodram;

bemerkenswert ist die Virtuosität, mit der Salieri diese Formen mischt, um den etwas einfältigen

Text durch eine kluge musikalische Dramaturgie auszugleichen.
Inhalt: 
Der Rauchfangkehrergeselle Volpino dient sich zwei reichen Damen als Gesangslehrer an, weil er

die Chance wittert, daß ein bißchen was von ihrem Geld für ihn und seine Geliebte Liesel (Köchin im

Haus der Damen) abfallen könnte. Als dann auch noch die Verehrer der Damen (zwei, man könnte sagen

Lebemänner, die durch einen Lottogewinn zu ein bißchen Geld gekommen sind) auf den Plan treten, erweitert

er sein Spiel und sät Eifersucht und Verwirrung, um möglichst viel für sich herauszuschlagen.

Ende der Geschichte - wie sollte es anders sein - 3 glückliche Paare.

Kritiken:

  • Kleine Zeitung
  • Kronenzeitung
  •